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Farbenfrohes Futter für die Mitochondrien

Obst und Gemüse nährt unsere Mitochondrien
Was sind Mitochondrien?

Früher waren sie einfache Bakterien, heute sind sie die Kraftwerke unserer Zellen. Die Rede ist von den Mitochondrien, jenen Zellorganellen, die in jeder menschlichen Zelle vorkommen und dort unsere Lebensenergie produzieren.

Tatsächlich lässt sich evolutionsgeschichtlich nachweisen, dass die Mitochondrien von Milliarden von Jahren eigenständige Bakterien waren. Dann wurden sie von anderen Mikroorganismen verschlungen, haben es jedoch geschafft von diesen nicht komplett verdaut zu werden, sondern im Körper des Wirtes friedlich weiterzuleben. So ging die Entwicklungsgeschichte weiter und heute finden wir diese Ur-Organismen in abgewandelter Form in allen Zellen des Homo sapiens. Ein echte Überlebens- und Erfolgsgeschichte, ohne die menschliches Leben wahrscheinlich gar nicht möglich wäre.

Was passiert in den Mitochondrien?

Vereinfacht gesagt: sie erzeugen Energie aus Essen und Sauerstoff. Wenn wir Spagetti Bolognese (oder etwas anderes) essen und die enthaltenen Nährstoffe verdauen, dann werden diese über das Blut z.B. zu den Muskelzellen transportiert. Hier werden die Nährstoffe aufgenommen und in den Mitochondrien (die in jeder einzelnen Körperzelle herumschwimmen!) „verbrannt“. Das Ergebnis ist der Treibstoff unseres Lebens, nämlich das sogenannte Adenosintriphosphhat (ATP). Mit Hilfe dieser Energiemoleküle können wir Atmen, Laufen, Springen, Purzelbäume schlagen und Denken. Bekommen die „Mitos“ hingegen zu wenig Nährstoffe oder fehlt ihnen Sauerstoff, dann geht ihr Feuer aus und wir werden antriebslos und am Ende krank.

Mehr Wohlbefinden durch fitte Mitochondrien

Muskelzellen enthalten besonders viele Mitochondrien. Und tatsächlich kann man ihre Anzahl noch erhöhen: mit einem regelmäßigen Kraft-Ausdauertraining züchtet man nämlich nicht nur Muskelzellen, sondern erhöht auch die Anzahl der Kraftwerke in jeder einzelnen Zelle. Das gibt mehr Power und steigert den Grundumsatz.

Weitere Maßnahmen mit denen du deine Mitochondrien auf Trab bringst:

  • viel farbenfrohes Obst und Gemüse essen – Mitochondrien lieben sekundäre Pflanzenstoffe aus Obst und Gemüse
  • Kohlenhydrate so weit wie möglich reduzieren – Mitochondrien leben länger, wenn Sie Fett anstelle von Glucose verbrennen können (hier findest du meine Low-carb-Rezepte)
  • Kalt-warme Wechselduschen – der „Schreck“ bringt die Mitochondrien auf Hochtouren
  • Sonne & frische Luft – Sauerstoff und UV-Licht stimulieren den Stoffwechsel der Mitochondrien
  • Stress vermeiden & ausreichend schlafen – bei Stress und Schlafmangel schalten die Mitochondrien auf Sparflamme
  • Ab und zu ein Glas roter Traubensaft oder Rotwein – der enthaltene Farbstoff Resveratol verbessert die Sauerstoffaufnahme und schützt die Zellen vor Überzuckerung

P.S. Das Titelfoto stammt aus meinem Sommerurlaub in Benin (Westafrika) 2019. Die Vielfalt der tropischen Früchte dort ist grandios. Aber auch in Europa können wir uns eigentlich nicht beschweren: Himbeeren, Heidelbeeren, Erdbeeren, zig Apfelsorten (um die uns alle Afrikaner beneiden!), rote Weintrauben, Birnen etc. liefern ebenso brauchbares Futter für unsere Mitochondrien wie Mangos, Papayas, Maracujas und Avocados.

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